Zubehör: Autogas – häufig gestellte Fragen
Autogas: Günstiger fahren und die Umwelt schützen.
FAQ | Inhaltsverzeichnis
- Was ist Autogas?
- Warum wird Autogas auch als Flüssiggas bezeichnet?
- Was sind die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas?
- Darf ich mit meinem Flüssiggasfahrzeug auch Erdgas tanken?
- Welche Fahrzeuge können auf den Betrieb mit Autogas nachgerüstet werden?
- Können auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung (FSI) nachgerüstet werden?
- Wie viel kostet eine Gasnachrüstung?
- Kann ich nach einer Autogas- Umrüstung trotzdem noch mit Benzin fahren?
- Wo wird Autogas im Fahrzeug gespeichert?
- Sind Gasfahrzeuge sicher?
- Darf ich mit meinem Autogasfahrzeug auch in der Tiefgarage parken?
- Wird die Motorleistung im Gasbetrieb geringer?
- Wie umweltschonend sind Gasfahrzeuge?
- Wie erklärt sich der Mehrverbrauch im Vergleich zum Benzin verbrauch?
- Kann ich mein Fahrzeug selbst auf den Betrieb mit Autogas umrüsten?
- Warum bieten die Fahrzeughersteller keine Autogasfahrzeuge ab Werk an?
Was ist Autogas?
Autogas oder Flüssiggas sind Mischungen aus Propangas und Butangas. Autogas wird auch als LPG bezeichnet, was für ‚Liquified Petroleum Gas‘ steht. Flüssiggas fällt an als Koppelprodukt in der Raffinerie oder direkt am Bohrloch als so genanntes nasses Begleitgas.
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Warum wird Autogas auch als Flüssiggas bezeichnet?
Mischungen aus Propangas und Butangas können bereits bei niedrigen Drücken verflüssigt werden. Diese Eigenschaft ist dafür verantwortlich dass im Gegensatz zu Erdgas große Energiemengen auf kleinem Raum in Fahrzeug gespeichert werden können. Ein Flüssiggasfahrzeug hat deshalb bei gleicher Tankgröße eine mehr als dreifache Reichweite im Vergleich zum Erdgasfahrzeug.
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Was sind die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas?
Erdgas und Flüssiggas unterscheiden sich stark in ihren physikalischen Eigenschaften und dürfen nicht verwechselt werden. Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan und wird immer gasförmig im Fahrzeug gespeichert. Der Speicherdruck beträgt dabei bis zu 200 bar. Autogas ist eine Mischung aus Propan und Butan und wird in flüssiger Form unter einem Druck von nur 7 bis 15 bar gespeichert. Aufgrund der Tatsache, dass sich Autogas bereits bei sehr geringen Drücken und bei Umgebungstemperatur verflüssigen lässt, wird eine deutlich höhere Speicherdichte erziehlt, was eine mehr als dreifache Reichweite ermöglicht. Und dies bei deutlich geringeren Einbau- und Systemkosten. Dies sind auch die Hauptgründe, warum der weltweite Fahrzeugbestand von Autogasfahrzeugen mehr als 9 mal so hoch ist, wie der von Erdgasfahrzeugen.
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Darf ich mit meinem Flüssiggasfahrzeug auch Erdgas tanken?
Nein, auf keinen Fall. Erdgas wird im Gegensatz zum Flüssiggas unter dem hohen Druck von 200 bar gespeichert. Der Druck im Autogastank beträgt hingegen lediglich ca. 8 bar. Autogastanks sind für die hohen Drücke nicht ausgelegt. Unterschiedliche Betankungsanschlüsse am Fahrzeug schließen Verwechslungen auch sicher aus.
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Welche Fahrzeuge können auf den Betrieb mit Autogas nachgerüstet werden?
Im Prinzip kann jedes Fahrzeug mit Benzinmotor (mit Ausnahme von Benzinmotoren mit Benzindirekteinspritzung) nachgerüstet werden.
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Können auch Fahrzeuge mit Benzindirekteinspritzung (FSI) nachgerüstet werden?
Noch nicht.
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Wie viel kostet eine Gasnachrüstung?
Die Kosten für eine Autogasnachrüstung liegen zwischen Euro 2700,- und Euro 3500,- Die Kosten für eine Erdgasnachrüstung liegen zwischen Euro 3500,- und Euro 5000,- Dies ist abhängig von Motortyp (Zylinderanzahl, Baujahr, Motorleistung etc.) und Anzahl und Anordnung des Gastanks. Billigumrüstungen für Neufahrzeuge sind qualitativ stark minderwertig, da eine veraltete Technik eingesetzt wird (Venturitechnik oder qualitativ minderwertige MPI Anlagen)
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Kann ich nach einer Autogas- Umrüstung trotzdem noch mit Benzin fahren?
Ja. Umrüstungen auf Gas sind in aller Regel ‚bivalent‘. Das bedeutet, der Benzintank und die Reichweite im Benzinbetrieb bleiben unverändert. Die Gasanlage wird zusätzlich eingebaut. Mit Hilfe eines Kraftstoffwahlschalters in der Armaturentafel kann jederzeit von einem Kraftstoff auf den andern umgeschaltet werden. Sollte Ihnen einmal ausnahmsweise keine Autogastankstelle zur Verfügung stehen können Sie Ihre Fahrt jederzeit im Benzinbetrieb fortsetzen.
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Wo wird Autogas im Fahrzeug gespeichert?
Autogas wird in speziellen Tanks im Fahrzeug gespeichert. Diese werden entweder in der Reserveradmulde untergebracht (Ersatzrad entfällt hierbei) oder in zylindrischen Behältern die idealerweise hinter der Rücksitzbank im Kofferraum montiert werden. Es sind auch andere Lösungen (z.B. integriert im Fahrzeugboden) üblich.
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Sind Gasfahrzeuge sicher?
Ja, gasbetriebene Fahrzeuge sind sogar eher sicherer als Fahrzeuge mit herkömmliche Flüssigkraftstoffe wie Diesel oder Benzin. Die Druckbehälter zur Speicherung von Erdgas halten auch extremsten Belastungen stand und sind mit zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen versehen, die z.B. im Brandfalle ein kontrolliertes Entleeren der Tanks gewährleisten.
Auch die Tanks zur Speicherung von Autogas sind sehr viel stabiler als diejenigen zur Speicherung von herkömmlichen Treibstoffen und sind zudem mit Sicherheitseinrichtungen wie Überdruckventil und Füllstop versehen.
Das Entnahmeventil am Autogastank wird automatisch geschlossen wenn der Motor steht, oder auch wenn das Fahrzeug im Benzinbetrieb bewegt wird.
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Darf ich mit meinem Autogasfahrzeug auch in der Tiefgarage parken?
Ja. Das Verbot des Abstellens von Autogasfahrzeugen in Tiefgaragen wurde bereits im Jahre 1988 mit der Mustergaragenverordnung aufgehoben und in fast allen Bundesländern in Landesrecht umgesetzt. Einschränkungen gibt es lediglich in Berlin, Bremen und Saarland.
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Wird die Motorleistung im Gasbetrieb geringer?
Die Motorleistung im Autogasbetrieb verringert sich nur unwesentlich. In der Regel kann kein Unterschied festgestellt werden. Die Leistungseinbußen liegen bei einer modernen Gasanlage in der Größenordnung von 1 bis 3%.
Im Erdgasbetrieb hingegen müssen mit Leistungseinbußen zwischen 10% und 20% gerechnet werden. Dies liegt hauptsächlich begründet im geringeren Gemischheizwert des Kraftstoffes Erdgas.
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Wie umweltschonend sind Gasfahrzeuge?
Die Gaskraftstoffe bieten ein erhebliches Potential zur Reduzierung der Luftschadstoffe und der Treibhausgase. Nach einer neutralen Studie des schweizerischen Umweltamtes BUVAL wird den Gaskraftstoffen (Erdgas und Autogas) ein sehr gutes Ökoprofil bescheinigt.
Natürlich erfüllen unsere Autogasanlagen die aktuellen Abgasnormen.
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Wie erklärt sich der Mehrverbrauch im Vergleich zum Benzin verbrauch?
Grundsätzlich muss mit einem volumetrischen Mehrverbrauch von 10 % bis 15 % gerechnet werden. Dies hängt damit zusammen, dass der Energieinhalt von Autogas bezogen auf das Volumen ca. 25 % unter dem von Benzin liegt. Der Mehrverbrauch ist also kein Energiemehrverbrauch. Ganz im Gegenteil. Messungen zeigen, dass der spezifische Energieverbrauch bei Autogasfahrzeug sogar etwas unter dem vom Benzinfahrzeug liegen kann. Dies setzt natürlichden Einsatz einer modernen gut funktionierenden und professionell eingebauten Autogasanlage voraus.
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Kann ich mein Fahrzeug selbst auf den Betrieb mit Autogas umrüsten?
Nein. Auf keinen Fall. Die Fahrzeugnachrüstung gehört ausschließlich in die Hand des Autogasfachbetriebs. Nur diese Betriebe sind sachkundig, ausreichend geschult und technisch versiert um Autogasanlagen nachzurüsten.
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Warum bieten die Fahrzeughersteller keine Autogasfahrzeuge ab Werk an?
In anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien, Holland oder England werden durchaus einige Fahrzeugmodelle mit bivalentem Autogasantrieb ab Werk angeboten. In diesen Ländern ist Autogas seit vielen Jahren stark verbreitet.
Ein Import dieser Fahrzeuge nach Deutschland ist grundsätzlich möglich. Jedoch sollte im Vorfeld geklärt werden, inwieweit die jeweiligen Vertragswerkstätten die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Autogasanlage durchführen können.
